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Andacht Oktober/November 2007

Liebe Leserin, lieber Leser,

mit den fallenden Blättern des Herbstes wird unsere Welt zunehmend grau und dunkel. Wir fühlen uns gelegentlich matt, unsere mehr oder weniger großen Beschwerden melden sich. Empfindsame Menschen verlieren oft ihren Lebensmut. Dabei können viele von uns auf gute Leistungen und Erfolge zurückblicken. Trotzdem will nicht immer so rechte Freude aufkommen, denn ehrliche Arbeit wird in unserem Wirtschafts- und Finanzsystem oft gering geachtet und schlecht entlohnt. Auch die Arbeit der "Ehrenamtlichen" in unserer Gesellschaft wird gelegentlich für Haushaltszwecke missbraucht. Dabei sollte doch ein gemeinsames Ziel, ein Projekt oder einfach die Hilfe an Bedürftigen das Maß der Dinge sein.
In den Glaubenswerken der christlichen Gemeinschaften ist der unentgeltliche Dienst am Nächsten eine Säule in der Arbeit für Gottes Sache. Jesus Christus ist auch heute noch der Herr über eine riesige Schar von Menschen, die mit Wort und Tat, aber auch im persönlichen Opfer seine Botschaft in unsere Welt hinaustragen: als hauptberufliche oder ehrenamtliche Mitarbeiter.
Aus der Zeit, als Jesus in Menschengestalt auf dieser Erde lebte, wird etwas berichtet, was für uns ein Maßstab ist: Jesus hatte seine Anhänger besonders bevollmächtigt, böse Geister zu vertreiben. Nach der Aktion berichten sie davon voller Begeisterung. Aber Jesus gibt ihnen eine merkwürdige Antwort, er klärt die Prioritäten (vgl: Lukas 10, 20): "...darüber freut euch nicht, dass euch die Geister untertan sind. Freut euch aber, dass eure Namen im Himmel geschrieben sind."
Jesus gibt das Ziel des Lebens an, dieses Ziel ist wichtig bei all unserem Tun. Was ist unser Ziel? Haben wir ein Visum für den Himmel? Oder liegt gegen uns etwas vor, was unsere Einreise verhindert? Hat Jesus dieses Hindernis - unsere Schuld - getilgt? Das ist doch letztlich die Frage, nicht nur zum Ewigkeitssonntag: Wohin geht Ihre, wohin geht meine letzte Reise?

Liebe Leser/innen, anlässlich dieser hundertsten Ausgabe von "Wir in S" gestatten Sie mir eine persönliche Aussage: Wir möchten Ihnen einen guten Gemeindebrief in die Hand geben. Wir möchten ihn nach unseren Möglichkeiten ansprechend und mit guten Inhalten gestalten.
Für mich selbst sage ich: Alles, was ich an Talenten für dieses Tun habe, sind Gaben Gottes. Die gute Idee und der plötzliche Einfall sind es ebenfalls. Von mir kommen nur der Fleiß und die Absicht, Ihnen etwas Wertvolles zu schreiben. Dabei spüre ich immer wieder einmal das mir die Feder geführt wird. Das gute Wort, die richtige Formulierung sind plötzlich da. Natürlich, ein Lob tut gut, doch ich weiß, dass alle Ehre Gott gebührt. Entscheidend ist für mich aber, dass mein Name im Himmel geschrieben ist.
Für die nun beginnende dunkle Zeit wünsche ich Ihnen Gottes Geleit und Segen. Und in schweren Stunden den Trost Jesu (vgl:Johannes 16,22): "Ihr habt nun Traurigkeit; aber ich will euch wiedersehen, und euer Herz soll sich freuen...".

In diesem Sinne grüße ich Sie.
Ihr Hans-Dieter Klocke


Archiv der Andachten

Die Andachten der vergangenen Monate können Sie [hier] noch einmal nachlesen.



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