Liebe Leserin, lieber Leser,
wir alle leben nach den Gesetzen dieser Welt, in der wir uns
befinden. Wenn wir klug sind, dann achten wir auf unsere
Gesundheit, wir versuchen mit unseren Mitteln auszukommen,
wir gestalten unsere Tage und Jahre möglichst angenehm.
Manches kann schwierig sein, aber wir versuchen, unsere
Risiken klein zu halten und wollen unseres Lebens sicher sein.
Wir sammeln eine Unmenge Informationen, die uns vielleicht
nützlich sein könnten. Dazu kümmern wir uns um unsere Lieben
und tun ihnen Gutes. Und wenn wir bei alledem auch noch gut
für unsere Seele sorgen, dann ist, so denken wir, alles in
Ordnung. Dann haben wir uns, so gut es geht, in dieser Welt
eingerichtet und doch wohl alles richtig gemacht. Oder etwa
nicht? Was könnte uns denn überhaupt noch plagen?
Nun, neben allen den Dingen, die die Heilige Schrift als Sünde
bezeichnet, haben wir mit der Vergänglichkeit unserer körperlichen
Existenz zu tun. Sie äußert sich in Krankheiten und den
mit unserem Lebensalter zunehmenden Beschwerlichkeiten
sowie in Ausfällen oder Einschränkungen unserer körperlichen
Funktionen. Wissen, Medizin und Technik können uns in unserem
Leben Erleichterungen verschaffen, aber die Richtung
können sie nicht verändern. Es bleibt dabei: Wir alle sind auf
dem Weg zum Grabe.
In dieser Lage erreicht uns – übrigens nicht nur für die
Feiertage - die Botschaft von der Tat Jesu Christi: Er ist für
die Vergebung unserer Schuld gestorben und danach vom
Tode auferstanden. Er hat die Tore des Todes und der Hölle
durchschritten, er allein besitzt die Schlüssel für diese Tore.
Liebe Leserin, lieber Leser, Sie werden nun danach fragen,
was wir davon haben. Wie könnte unsere Zukunft verlaufen?
Was erwartet uns? Wir haben keine Vorstellung von den künftigen
Geschehnissen, weil wir dafür keine Ausdrücke und keine
Sprache haben. Erst im Jenseits werden wir vom Glauben
und Vertrauen zum Schauen kommen.
Der Apostel Paulus beschreibt diese Wendung in unserem
Dasein, unsere Auferstehung, in seinem ersten Brief an die
Korinther mit einem Vergleich aus der Natur
(vgl. 1.Kor. 15, 42-44):
„… Es wird gesät verweslich und
wird auferstehen unverweslich.
Es wird gesät in Niedrigkeit und
wird auferstehen in Herrlichkeit.
Es wird gesät in Schwachheit und
wird auferstehen in Kraft.
Es wird gesät ein natürlicher Leib und
wird auferstehen ein geistlicher Leib…“
Wir werden also gesät. Es geht mit uns durch Tod und
Vergehen. Wenn wir dem Herrn Jesus Christus folgen, dann
wird uns das Leben bleiben und unsere Seele erfüllen – nicht auf
Zeit, sondern für die Ewigkeit.
Liebe Leserin, lieber Leser, lassen Sie sich einladen in die
Freude, feiern Sie Ostern, nehmen Sie in sich auf, was Christian
Fürchtegott Gellert so formuliert hat:
Jesus lebt, mit ihm auch ich! Tod, wo sind nun deine Schrecken?
Er, er lebt und wird auch mich von den Toten auferwecken.
Er verklärt mich in sein Licht; dies ist meine Zuversicht.
In diesem Sinne wünsche ich Ihnen gesegnete Feiertage
und grüße Sie herzlich
Ihr Hans-Dieter Klocke