+   
   Gemeinde   
   Service   
 
  drucken
 
  Startseite     
  Impressum     
  Veranstaltungshinweise     
  Andacht     
  Anstöße     
  Berichte     
  Blick über den Tellerrand     
  Freizeiten     
  Thema     
  über uns     
  Gruppen     
  Reformiert?     
  Unsere Kirche     
  wo Sie uns finden     
  allgemeine Informationen     
  Gottesdienst-Kalender     
  Kirchbus-Fahrplan     
  Archiv     
  Kontakt     
  Podcast     
  Links     
  Losung der Herrnhuter Brüdergemeine     
 

Andacht Juni/Juli 2010

Liebe Leserin, lieber Leser,

verändern Sie sich! In ein paar Tagen sind Sie ein neuer Mensch. Sie haben fünf bis zehn Kilo abgenommen. Im Gesicht sind keine Falten mehr zu entdecken. Mit neuem Selbstvertrauen können Sie die Welt erobern und mehr aus sich und ihrem Leben machen! Ein anderes „outfit“ wird begeistern. Jeden Tag strömen solche Appelle zur Veränderung durch die Medien, durch Zeitung, Radio, Fernsehen oder durch das Internet auf uns ein. Worum es auch geht - um unsere Schönheit, unsere Vitalität und Gesundheit oder um die Anforderungen in Schule und Beruf - die Botschaft ist einfach und klar: Es liegt allein an mir, mich oder andere zu verändern. So wahr dies sein mag, so ist es doch nur die eine Seite der Medaille. Denn nicht alles lässt sich ändern oder verändern. So wie es diese kleine Geschichte erzählt:

Eine Frau beschloss, einen Garten anzulegen. Sie bereitete den Boden vor und streute die Samen wunderschöner Blumen aus. Als die Saat aufging, wuchs auch der Löwenzahn. Die Frau versuchte mit allen möglichen Methoden, den Löwenzahn auszurotten, aber nichts half. Am Ende machte sie sich auf, um in der fernen Hauptstadt den Hofgärtner des Königs zu befragen. Der weise alte Gärtner, der schon so manchen Park angelegt hatte, gab ihr viele Ratschläge, wie der Löwenzahn loszuwerden sei. Aber was er auch vorschlug, die Frau hatte alles schon probiert. So saßen die beiden ratlos da, bis am Ende der Gärtner die Frau anschaute und sagte:

“Wenn denn alles, was ich dir vorgeschlagen habe, nichts genützt hat, dann gibt es nur einen Ausweg: Lerne, den Löwenzahn zu lieben.“

Lerne, den Löwenzahn zu lieben! Freunde dich mit schwierigen Menschen an. Akzeptiere die Schwächen des Partners oder der Kinder. Nimm dich so an wie du bist. Natürlich fällt uns das schwer. Denn zu sehr ist unser Blick geübt, das wahrzunehmen, was noch nicht perfekt ist - sei es bei anderen Menschen, im Alltag und Beruf oder auch in der Gemeinde. In Situationen, in denen es mir so ergeht wie der Gärtnerin in der Geschichte, hilft mir oft die Erinnerung an das Gebet der Gelassenheit. „Herr, schenke mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann, den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.“ Auf einer Karte fand ich dazu folgende Ergänzung:

“Wenn dich Sorgen nicht zur Ruhe kommen lassen, schenke Gott Dir die Gewissheit, dass er Dich in schweren Zeiten nicht allein lässt.

Wenn Du in Deiner Arbeit in Hektik gerätst, lasse er Dich Luft holen, damit Du konzentriert Deine Aufgaben erfüllen kannst.

Wenn Du Dir zuviel vorgenommen hast, und nicht weißt, was Du zuerst tun sollst, schenke er Dir einen klaren Blick auf das Wesentliche.

Wenn Du glaubst, dass Du zu kurz kommst, dann erinnere er Dich daran, dass weniger meist mehr ist.“

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen Sommertage voll Gelassenheit und grüße Sie herzlich

Ihre Pastorin Claudia Schreiber


Archiv der Andachten

Die Andachten der vergangenen Monate können Sie [hier] noch einmal nachlesen.



Programmierung und Webdesign: Tobias Spilling