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Monatsspruch August 2009

Der Herr segne dich und behüte dich; der Herr lasse sein Angesicht leuchten über dich und sei dir gnädig; der Herr hebe sein Angesicht über dich und gebe dir Frieden.
(4. Mose 6, 24-26)


70 Jahre Kirchengemeinde Sylbach

Am 20. Februar 1939 beschloss die Synode der Lippischen Landeskirche, die Kirchengemeinde Sylbach durch Zusammenführung von Teilen der Kirchengemeinden Schötmar und Lage zu gründen. In dem gleichen Jahr begann der 2. Weltkrieg. Kein einfacher Start für eine Gemeinde, zumal es weder eine Kirche noch ein Pfarrhaus gab. Teilweise hatte die Gemeinde im Krieg keinen eigenen Pfarrer.

Ab Dezember 1945 übernahm Edmund Buse die Pfarrstelle in Sylbach. Schnell nahm er den Bau von Kirche und Pfarrhaus in Angriff. Am 21. März 1954 konnte die Kirche schließlich eingeweiht werden. Durch den Siedlungsbau wurde die Gemeinde schnell größer und das Leben in der Kirchengemeinde wuchs. So reichte das alte Vereinshaus bald nicht mehr aus und die Gemeinde ersetzte es durch ein neues, größeres Gebäude, welches am 23. Mai 1964 eingeweiht werden konnte. Auch an der Kirche blieb nicht alles, wie es war. 1999 bekam sie einen Anbau mit Küche und Sanitäreinrichtungen. Im Obergeschoss entstand ein Gruppenraum.

Bei dem Betrachten der Jahreszahlen fällt auf: Wir haben gleich vierfachen Grund zum Feiern: Unsere Kirchengemeinde wird in diesem Jahr 70 Jahre alt. Unsere Kirche kann ihr 55. Jubiläum feiern. Das Vereinshaus wird 45 Jahre und der Kirchanbau 10 Jahre alt.

Das soll gebührend gefeiert werden: Am 16. August wird ein Gemeindefest stattfinden. Dazu bekommen wir Besuch von einer Delegation unserer Partnergemeinde aus dem ukrainischen Nikolajew. Deren Chor wird auch im Gottesdienst mitwirken, in dem unsere Superintendentin Christiane Nolting predigen wird. Das Gemeindefest beginnt mit einem Konzert des ukrainischen Chores am 15. August um 19.00 Uhr in der Sylbacher Kirche.

matthias schalk

Die Sylbacher Kirche im Jahr 1963 - Quelle: Edmund Buse Bau der Sylbacher Kirche - Quelle: Edmund Buse

Ein dreifacher Gottesdienst und ein Besuch

Ein bisschen viel war es schon, was da am 16. August 2009 im Gottesdienst zusammenkam: Da war unsere Superintendentin Christiane Nolting bei uns, um unseren neuen Prädikanten Axel Schwarze in sein Amt einzuführen (s. Wir in S Nr. 111). Und wir hatten Besuch aus unserer Partnergemeinde in Nikolajev, deren Chor mit einigen Singbeiträgen unser Herz erfreute. Schließlich feierten wir auch noch das 70-jährige Bestehen unserer Kirchengemeinde. Insgesamt wurde hörbar und sichtbar, wie viel Grund zum Dank an unseren Gott wir haben: Zum Beispiel für unsere Gemeinde, für unseren Prädikanten Axel Schwarze und für unsere Gemeinschaft mit unseren Gästen aus der Ukraine.

Neben unseren Gästen hatten besonders die acht gastgebenden Familien Freude an diesem Besuch. Natürlich gab es ein paar Umstände. Und es gab immer wieder lustige Momente, wenn die Verständigung vom Russisch-Ukrainischen über ein nicht vollständiges Englisch ins Deutsche und umgekehrt nicht so gut klappte. Allerdings gab es viel Programm: Wir hatten schließlich einen Chor unter uns, der den Gesang nicht nur proben wollte. Und dann waren da noch Besichtigungen und Einladungen…

Einfach schön war es, wenn unsere Freunde „privat“, so ganz ohne Programm gesungen haben und uns zum Mitsingen einluden: Eine Stunde war dann schnell vorüber. Die Geschwister aus Nikolajev waren acht Tage bei uns: Sie waren als Gemeinschaft und Chor in unserer Gemeinde, sie waren wie Familienmitglieder bei den Gastgebern – wir hatten sie gern bei uns und glauben, dass sie sich wohlgefühlt haben. So gab es denn beim Abschied hier und dort eine Träne…

Besonders in Erinnerung bleiben werden uns das schöne Konzert in der Sylbacher Kirche und die Nähe, die wir mit unseren Freunden und Glaubensgeschwistern erleben durften. Dankbar senden wir einen Gruß nach Nikolajev…

Hans-Dieter Klocke

Chor aus der Ukraine - Quelle: Matthias Schalk Chor aus der Ukraine - Quelle: Matthias Schalk

Axel Schwarze neuer Sylbacher Prädikant

Was ist ein Prädikant? Ein Prädikant ist ein evangelischer Christ, der meistens eine Ausbildung von mehreren Wochen hinter sich hat, durch die er sich auf den mehrmals jährlichen Predigtdienst in einer bestimmten Kirchengemeinde vorbereitet. Ein Prädikant arbeitet ehrenamtlich. Er wird vom Landeskirchenrat in Detmold berufen.

Wir Sylbacher können uns freuen, dass wir nun auch einen Prädikanten haben. Axel Schwarze, der als ausgebildeter Diakon von allen Prädikantendienst-Vorbereitungskursen befreit wurde, wird am 16. August 2009 im Gottesdienst um 10.00 Uhr als Prädikant unserer Gemeinde durch Superintendentin Nolting eingeführt. Seinen nächsten Gottesdienst nach der Einführung wird er am 20. September um 10.00 Uhr halten.

Axel Schwarze wurde im Jahr 1968 in Schötmar geboren und wuchs auch dort auf. Er absolvierte Berufsausbildungen zum Tankwart, zum Sozialpädagogen, zum Diakon, zum Gemeindepädagogen und zum Coach. Er ist verheiratet, hat zwei Töchter im schulpflichtigen Alter und wohnt in Waddenhausen. Axel Schwarze arbeitet als Gemeindepädagoge in Sylbach und in zwei Schötmaraner Gemeinden. Wir freuen uns auf eine gute Zusammenarbeit mit unserem neuen Prädikanten!

Jörn Schendel


Schulanfänger-Gottesdienste der Grundschulen Holzhausen und Waddenhausen

Ein großes Zelt soll den Schülern als Schutz in ihrer neuen Umgebung, der Schule, dienen. So hat auch Abraham vor langer Zeit in einem Zelt Schutz gefunden. Darum ging es in dem Gottesdienst der Grundschule Waddenhausen zum Schulanfang. In dem Zelt „Schule“ sollen alle Kinder Schutz und Geborgenheit finden. Eine Zusammenarbeit vor dem Zelt und in dem Zelt tut, wie auch zu Abrahams Zeiten, allen gut.
Die Schulanfänger der Grundschule Holzhausen haben sich unter Gottes bunten Segen gestellt und aus der biblischen Noah-Geschichte Kraft für das Schuljahr gewonnen.

Christiane Niebecker


Kinderzeltlager in Sylbach
Kinderzeltlager 2009 - Quelle: Axel Schwarze Kinderzeltlager 2009 - Quelle: Axel Schwarze

Wenige Tage vor dem Kinderzeltlager hatten sich erst 40 Kinder angemeldet, doch kamen am Samstag, dem 29. August viel mehr Kinder. Das macht das Planen zwar schwer, doch umso mehr konnten wir uns über 97 Kinder freuen, die sich mit ihren Zelten an der Kirche versammelt haben.
So wurde es einmal mehr richtig lebendig rund um die Kirche. Ein Geländespiel, biblische Geschichten, Stationenspiele, Lieder, das Lagerfeuer, der gemeinsame Gottesdienst mit den Familien und das Mittagessen mit Puddingbuffet boten viel Abwechselung.

matthias schalk


Archiv der Berichte

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