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Reformiert?
Trennung von katho­li­scher und pro­tes­tan­ti­scher Kirche:    Den Mönch Martin Luther (1483-1546) empörte, dass die katholische Kirche um 1500 nach Christus Geld von den Gläubigen verlangte für die Befreiung von ihren Sünden. Er kritisierte, dass der Gottesdienst auf lateinisch abge­halten wurde, obwohl die wenigsten Gläubigen diese Sprache verstanden.

Um unter anderem gegen diese Vorgehens­weisen der katholischen Kirche zu protes­tieren nagelte er am 31.10.1517 seine berühmten 95 Thesen an die Tür der Schloß­kirche von Witten­berg, und löste damit heftige Reaktionen aus.

Luthers Ideen haben daraufhin ihre Anhänger gefunden, Mönche verließen ihre Klöster, Priester lösten sich vom Zölibats­gelübde. Doch Luther musste, da er verfolgt wurde, sich auf der Wart­burg ver­stecken.

Während dieser Zeit der Zurück­gezogen­heit über­setzte er das Neue Testa­ment ins Deutsche, damit jeder die Botschaft von Jesus lesen und verstehen konnte.

Damit machte sich Luther natürlich keine Freunde bei den Anhängern der bisherigen Kirche und es entstand eine Trennung zu katholi­scher und protes­tantischer Bewegung.
 
Streit innerhalb der protes­tantischen Kirche:    Innerhalb der protes­tanti­schen Bewegung entwickelte sich ein Streit über das Ver­ständ­nis des Abendmahls.

Luther und seine Anhänger sahen Christus im Brot und Wein mit seinem Leib und seinem Blut real gegenwärtig und glaubten, dass die Teil­neh­menden am Abend­mahl durch das Essen und Trinken leiblich an Christus Anteil bekämen.

Der Refor­mator Johann Calvin (1509-1564) und seine Anänger dagegen waren der Ansicht, dass Brot und Wein nur Symbo­lisch seien und an Leib und Blut Jesu erinnern, es aber nicht sind. Das Abendmahl sei eine Gedächt­nisfeier.
 
Spaltung von lutherischer und reformierter Kirche:    Insbesondere dieser Abendmahlsstreit führte zu einer Spaltung der protestantischen Kirche in luthe­rische und refor­mierte Gemeinden.

Die refor­mierten Kirchen basieren auf den Lehren Calvins, Taufe und Abendmahl werden unter dem Gesichts­punkt der Verkün­digung gesehen. Die Vor­stellung einer Wandlung von Brot und Wein wie sie in der luthe­rischen Kirche üblich ist, ist der refor­mierten Kirche fremd.
 
lutherische und reformierte Kirche heute:    Die reformierte und die lutherische Kirche verbindet allerdings viel mehr, als sie trennt. Daher arbeiten die beiden evangelischen Kirchen heute eng zusammen, in manchen Regionen schlossen sie sich sogar zusammen zu der evangelisch-unierten Kirche.

Heute fühlt sich die evangelische Kirche eng verbunden mit den Glaubensgeschwistern der katholischen Kirche.


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