Landeskirche ruft zu Spenden für die Ukraine auf

Mit großer Bestürzung und Trauer verfolgen wir die Nachrichten, die uns aus der Ukraine erreichen. Den Preis für diesen Krieg werden die Menschen zahlen, die jetzt unverschuldet ihre Sicherheit und ihr Zuhause verlieren. Wir sind bei Ihnen mit unserer Fürbitte, unseren Gedanken. Dieser Krieg herrscht nicht nur im Osten der Ukraine, sondern auch in den bislang friedlichen Regionen des Landes. Massive Fluchtbewegungen in sichere Teile des Landes und die Nachbarländer werden die Folge sein.

Die Diakonie Katastrophenhilfe will den Menschen in den betroffenen Regionen mithilfe lokaler Partnerorganisationen schnell und mit aller Kraft beistehen und bittet dafür um Ihre Spenden und Kollekten.

 

Ihre Spende hilft

Evangelische Bank
IBAN: DE68 5206 0410 0000 5025 02
Spendenstichwort: Ukraine Krise

Glocken rufen zum Friedensgebet auf

Die Lippische Landeskirche ruft heute (24. Februar) gemeinsam mit den beiden anderen Landeskirchen in Nordrhein-Westfalen und katholischen Bistümern ihre Kirchengemeinden dazu auf, um 18 Uhr Friedensgebete auszurichten und mit Glockengeläut zum Gebet zu rufen.

Am Sonntag, 27. Februar, um 10 Uhr, wird der Gottesdienst als Friedensgebet für die Ukraine stattfinden!

Landessuperintendent Dietmar Arends: „Wir sind bestürzt über einen Krieg in Europa, der so viel Leid über die Menschen bringen wird und viele das Leben kosten wird. Gewalt darf kein Mittel der Politik sein. Unsere Gedanken und Gebete gehen zu den Menschen in der Ukraine. Wir rufen unsere Gemeinden zum Gebet für die Menschen in der Ukraine auf und dazu, nicht nachzulassen, für den Frieden zu beten.“

Vorschlag für ein (gemeinsames) Friedensgebet:

Wir beten für die vom Krieg in der Ukraine
betroffenen Menschen und für uns alle, die wir in
großer Sorge sind, dass sich dieser Krieg sich in
Europa ausbreiten wird.
Wir beten zu Christus, der unser Friede ist:
Jesus Christus, wir kommen zu Dir mit unserer
Fassungslosigkeit und Angst, die uns jetzt ergriffen
hat, nach dem der befürchtete Krieg gegen die
Ukraine seit gestern Nacht bittere Realität geworden
ist.
Wir bitten Dich um ein Ende dieses Krieges und um
ein Schweigen der Waffen. Wir bitten Dich für die
politisch Verantwortlichen in unserem Land, in
Europa und weltweit, die mit politischen Mitteln
diesen Krieg zu stoppen und einen Flächenbrand in
Europa zu vermeiden versuchen.
Christus, unser Friede, wir bitten Dich erhöre uns.

Fürbitte für die Ukraine

In der Nacht zu Donnerstag hat der russische Präsident Wladimir Putin einen militärischen Angriff auf die Ukraine befohlen. Seit dem frühen Donnerstagmorgen gibt es laut Medienberichten Angriffe überall im Land.

Es droht die Gefahr, dass es zu einer humanitären Katastrophe kommt.

 

Die Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Annette Kurschus, hat den russischen Angriff auf die Ukraine verurteilt. Sie zeigte sich erschüttert und sprachlos und sagte: “Unsere Gedanken und Gebete sind mit den Menschen, die nun um Leib und Leben fürchten und die erleben, wie Leid und Tod in ihre Städte und Dörfer einziehen.”

Als Sylbacher KIrchengemeinde sind unsere Gedanken besonders bei den Geschwistern unserer Partnergemeinde in Nikolajev. Wir alle sind aufgefordert, in Gebet und Fürbitte unsere Sorgen vor Gott zu bringen und für den Frieden zu beten.

Beten – das heißt, wir verstummen nicht, auch nicht angesichts der Größe und Komplexität der Situation in der Ukraine.

Am Sonntag, 27. Februar, um 10 Uhr, wird der Gottesdienst als Friedensgebet für die Ukraine stattfinden!

 

Hier ein Beispiel für eine persönliche Fürbitte:

Allmächtiger Gott, barmherziger Vater,

wie zerbrechlich unsere Sicherheiten sind,
wie gefährdet unsere Ordnungen,
das erleben wir in diesen Tagen.

Wer sieht uns mit unserer Hilflosigkeit und Angst?

Wütend und fassungslos erleben wir,
wie Machthaber die Freiheit und das Leben vieler Menschen gefährden.
Wie am Rand Europas ein Krieg beginnt.
Was geschieht als Nächstes?
Welchen Informationen können wir trauen?
Was könnten wir tun, das helfen oder etwas bewegen würde?

Sieh du die Not.
Sieh unsere Angst.

Wie so viele suchen wir Zuflucht bei dir und Schutz,
innere Ruhe und einen Grund für unsere Hoffnung.
Wir bringen dir unsere Sorgen.
Wir bitten dich für die, die um ihr Leben fürchten,
und für die, die sich beharrlich für friedliche Lösungen einsetzen.

Höre, Gott, was wir dir in der Stille sagen:

Verleih uns Frieden gnädiglich, Herr Gott, zu unsern Zeiten.
Es ist doch ja kein andrer nicht, der für uns könnte streiten
– für uns und für das Leben und für die Freiheit
und gegen den Terror der Diktatoren, –
denn du, unser Gott, alleine.
Halleluja, Kyrie eleison. Herr Gott, erbarme Dich!

Amen

 

Glocken, des einen Freud, des anderen Leid

Im Turm unserer Kirche hängen drei Glocken, die älter sind als die Kirche selbst. Sie stammen aus der im Zweiten Weltkrieg zerstörten Essener Pauluskirche. Gegossen wurden sie im Jahr 1871. Die Glocken selber blieben im Krieg unversehrt und konnten so für die neue Sylbacher Kirche erworben werden.

Wie in dem bekannten Lied sind die Glocken seit 1954 in unseren Dörfern zu hören. Jede vergangene Viertelstunde wird mit ein- bis viermaligem Schlagen angezeigt. Zur vollen Stunde schlägt danach zuerst die mittlere und schließlich die große Glocke die Uhrzeit. Das Schlagen ist einerseits Zeitansage und andererseits eine Erinnerung an die Vergänglichkeit der Zeit. Für Christen gilt: „Meine Zeit steht in Gottes Händen.“

Ausgelöst wird dieser Uhrschlag von einem Hammer, der von außen gegen die Glocke schlägt. Die Tradition des Stundenschlags gibt es seit dem Mittelalter. Er diente früher der zeitlichen Orientierung, als es noch keine Armband- oder Taschenuhren gab.

Das „Geläut“ unterscheidet sich schon rein technisch vom Stunden- oder Uhrschlag. Hier wird die Glocke mit dem frei als Pendel schwingenden Klöppel geläutet. Dieses liturgische Läuten der Glocken dient dazu, die Gemeinde zum Gottesdienst und Gebet zu rufen.

Darüber hinaus haben die Glocken noch eine andere Funktion. Erich Kästner dichtete dazu: Wenn im Turm die Glocken läuten, kann das vielerlei bedeuten. Erstens: Dass ein Festtag ist. Dann: Dass du geboren bist. Drittens: Dass dich jemand liebt. Viertens: Dass dich‘s nicht mehr gibt.

Die Reise unseres Lebens von der Wiege bis zur Bahre wird begleitet von den Kirchenglocken. Außerdem repräsentieren sie eine andere Realität. Sie stehen für eine zwar unsichtbare, aber doch erfahrbare Wirklichkeit.

Regelmäßig rufen uns die Glocken zu den Gottesdiensten der Gemeinde, bei denen wir geistlich auftanken und Gemeinschaft erfahren können im Singen, Beten, Hören und Feiern, miteinander und mit dem lebendigen Gott. Läuten die Glocken zu Taufen, Hochzeiten und Beerdigungen, wollen sie uns zur Fürbitte mahnen – für den Täufling, seine Eltern und Paten, für das Brautpaar und die Familien, für die Menschen, die einen schweren Weg zu gehen haben, auf den Friedhof zum Grab und dann weiter durch das Tal der Trauer um einen geliebten Menschen. Wenn unsere Glocken läuten, dann geben sie uns also zeitliche und geistige Orientierung.

Wann und wie laut die Glocken bei uns schlagen dürfen, ist gesetzlich geregelt. Das liturgische Läuten fällt dabei unter das Grundrecht der Religionsfreiheit. Weltliches Geläut ist in Deutschland nur als Tradition geschützt und befindet sich daher immer in einer Güterabwägung mit der Rücksicht auf Anwohner. Fühlen sich diese gestört, so kann auf den nächtlichen Uhrschlag verzichtet oder der Lautstärkepegel gesenkt werden. So schweigen die Glocken bei uns zwischen 22 und 7 Uhr.

Das ist die Läuteordnung der ev.-ref. Kirchengemeinde Sylbach:

Einläuten des Sonntags: Sonnabend, 18.00 Uhr, volles Geläut, 10 Minuten.
Ausläuten des Sonntags: Sonntag, 18.00 Uhr, volles Geläut, 10 Minuten.

Läuten zum Gottesdienst an Sonntagen und kirchlichen Feiertagen: sonntags: 8 Uhr, große Glocke, 10 Minuten; Ostern, Pfingensten, Weihnachten: 8 Uhr, volles Geläut, 10 Minuten; vor Gottesdienstbeginn: volles Geläut, 10 Minuten .

Läuten bei Sterbefällen
Anzeige eines Sterbefalls: 12.00 Uhr, große Glocke, 5 Minuten.
Trauergottesdienst in der Kirche: volles Geläut, 10 Minuten vor Beginn. Beim Hinaustragen des Sargs/der Urne wird die große Glocke geläutet.
Trauergottesdienst auf dem Friedhof: 25 Minuten nach der Trauerfeier bzw. beim Gang zum Grab, volles Geläut, 10 Minuten.

Besondere Läuteanlässe
Kirchliche Trauung: 5 Minuten vor Beginn der Trauung, volles Geläut; nach der Trauung:
volles Geläut, 3 Minuten.
Neujahrsnacht: 0.00 Uhr, volles Geläut, 10 Minuten.

Gemeindefreizeit in Grömitz, 15.-19. Juni 2022

Nach zweijähriger Coronapause hoffen wir, dass wir in diesem Jahr wieder gemeinsam nach Grömitz fahren können. Eine Anmeldung ist über das Gemeindebüro bzw. direkt online über die Seite des CVJM-Kreisverbandes möglich.

Fragen beantworten Axel Schwarze und Dirk Mölling.

Leitung: Pfr. Dirk Mölling/ Axel Schwarze
Preise:
Single: 225,- €
EZ-Zuschlag: 60,- €
Erwachsenen-Preis: 185,- €
TN ab 16 J.: 170,- €
TN 6 – 15 J.: 110,- €
TN unter 6 Jahren: frei.